Samstag, 31. Oktober 2020
Sa., 31. Oktober
Jetzt also halber Lockdown. Sofort tauchen die üblichen Phänomene auf, die man eigentlich schon hinter sich glaubte:

1. Meine Frau will sich mit drei alten Freundinnen (alt=hier nicht Lebensalter sondern Bekanntschaftsdauer!) zum Frühstück in einem Café treffen. Gefühlt 36 Stunden Grübeln, 25 Whatsapps und 15 kontroverse Telefonate später steht fest: Ja, man trifft sich – mit kürzestmöglicher Verweildauer im Café, dann Spazierengehen.

2. Unser Sohn hat heute das letzte Spiel mit der Münsinger A-Jugend, bei dem sie mit einem Sieg gegen den Tabellenletzten Ascholding noch Meister werden können. Ich sehe schon voller Besorgnis, wie sie vor den Anstoß einen engen Kreis bilden und sich gegenseitig "Uga, uga, Münsing, olé!" ins Gesicht brüllen. Wer sich bisher nicht angesteckt hat, könnte es damit noch hinkriegen. Danach soll beim Pino gefeiert werden. Will man das? Schwere Beratungen stehen bevor.

3. Wehmut. Das für dieses Jahr vermutlich letzte Mal bei Krümel zu Kaffee & Hörnchen. Dabei hatte ich mich schon so daran gewöhnt: Notfalls draußen warten, Maske auf, an der Theke bestellen, dann zum Tisch (Gebüsch in der Mitte als Abtrennung zum Nachbarn), Lebenslauf ausfüllen, Maske runter und genießen. Tja.

4. Einkauf bei Edeka – alles wie immer, aber was fehlt? Natürlich Klopapier. Wurde gar nicht erst geliefert, hieß es. Ein älterer Herr steht kopfschüttelnd vor dem leeren Regal und sagt: "Delphine sind gelehriger."

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